Misstrauen und Argwohn prägten auch nach der Landesteilung (1597) jahrhundertelang die Beziehung zwischen Reformierten und Katholiken. Erst im Verlaufe des 19. Jahrhunderts wurden die Gehässigkeiten seltener, weil immer mehr Katholiken in Ausserrhoden und Reformierte in Innerrhoden einwanderten. Die Durchmischung führte dazu, dass in Urnäsch zusammen mit Hundwil eine katholische Pfarrei entstehen konnte.

1911 wurde die Gründung einer römisch-katholischen Pfarrei Urnäsch-Hundwil beschlossen. Am 23. August 1911 wurde ein Bauvertrag mit einem Architekturbüro und Baugeschäft Scheiwiler abgeschlossen. Der Bau umfasste ein katholisches Gotteshauses samt Wohnung.

Die feierliche Einweihung der "Missionsstation Urnäsch-Hundwil", wie sie damals hiess, fand am 7. Juli 1912 statt. Das neue Gotteshaus wurde der Heiligen-Familie geweiht.

1957/58 wurde die Kirche renoviert und vom "altmodischen Zierrat" befreit.

Seither präsentiert sich die Kirche in ihrer Schlichtheit und Leichtigkeit als sehr ansprechend und einladend.

Quelle: Urnäsch Landschaft - Landschaft - Brauchtum - Geschichte (Appenzeller Verlag)